Foto Res Stotzer
Ka-4 Rhönlerche II
Typ Ka-4 Rhönlerche II
Konstrukteur Rudolf Kaiser, Ludwig Krönung
Baujahr 1955
Spannweite 13 Meter
Gewicht 220 Kilogramm
Sitzplätze 2
Anzahl produzierter Flugzeuge 338
Die Konstruktion der Ka-4 Rhönlerche II war ein Schnellschuss. Ein erfolgreicher Schnellschuss! Der Ingenieur Rudolf Kaiser verliess die Firma Alexander Schleicher Segelflugzeugbau per 1. Oktober 1953 und erhielt den Auftrag, in den verbleibenden zwei Monaten einen einfachen Schulungsdoppelsitzer zu konstruieren. Ludwig Krönung vollendete unter Zeitdruck die Konstruktions- und Fertigungsunterlagen. Der Erstflug der Rhönlerche fand bereits am 7. Dezember 1953 statt. Die handliche, robuste und gutmütige Rhönlerche wurde in Deutschland, aber auch in der Schweiz, zum beliebten Schulungsflugzeug – trotz bescheidenen Flugleistungen. Diese führten in Pilotenkreisen zum Spitznamen «Rhönstein»; obwohl die Rhönlerche mit einer Gleitzahl von 1:19 wesentlich besser als ein Stein gleitet.
In der Schweiz waren über fünfzig Rhönlerchen im Einsatz. Die HB-1245 kam erst 1975 zur Segelfluggruppe Schaffhausen – entsprechend hoch ist die Schweizer Immatrikulation. Die HB-1245 wurde von Werner Roth und seinem Bauteam umfassend restauriert, bevor sie die Stiftung Segelfluggeschichte 2011 übernehmen konnte. Zusammen mit einem offenen Universalanhänger, der 1949 von der Firma Husch in Stein am Rhein gebaut wurde.
In der Stiftung leistet unser „Rhönstein“ gute Dienste zur Umschulung von Segelflugpiloten auf Oldtimerflugzeuge und
für Passagierflüge.
Die Stiftung ist im Besitz von 3
Rhönlerchen, wovon jedoch 2 Stk. HB-
649 SGBiel und HB-757 SGOberaargau restaurierungsbedürftig sind.